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  • AutorenbildDaniel Stöckel

Rabbit R1: Unser persönlicher Assistent für die Hosentasche?

Wie viel komfortabler könnte unser Leben sein, wenn wir einen persönlichen Assistenten hätten, der rund um die Uhr für uns ansprechbar ist, Termine für uns vereinbart, Reisen organisiert, Einkäufe erledigt und dafür sorgt, dass wir nichts vergessen.


Dies verspricht uns das kalifornische Start Up Rabbit mit seiner Lösung Rabbit R1.


Und da sich der CEO von Microsoft, Satya Nadella, von dessen Produktpräsentation derart beeindruckt zeigte, dass er diese im gleichen Atemzug mit der Steve Jobs-Prä- sentation bei der Einführung des iPhones nannte, lohnt es sich, das Produkt ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.


115 Gramm leicht, mit einem knapp 7 cm langen Touchscreen, einer schwenkbaren Kamera, einem Push-to-Talk-Button, einem Scrollrad und 128 GB Speicher ausgestattet, soll der Rabbit R1 die Art, wie wir mit Apps kommunizieren, revolutionieren.


Das Smartphone hat sich darauf spezialisiert, unsere Zeit zu verschwenden. Wir wollen den Menschen Zeit sparen.

Jesse Lyu, Erfinder des Rabbit R1



Halb so groß wie ein iPhone und im knalligen Orange gehalten: Für das auffällige und gelungene Design des Rabbit R1 zeichnet das schwedische Unternehmen Teenage Engineering verantwortlich. Bild: https://www.rabbit.tech



Dahinter steckt folgender Gedanke: Rabbit R1 erhält via Spracheingabe eine Aufgabe (z.B. bestelle mir ein Taxi an meinen Standort für eine Fahrt nach XY) und erledigt diese Aufgabe für uns wie von Zauberhand, ohne dass wir uns umständlich in eine App einloggen und Informationen eintippen müssen.


Der Rabbit R1 bucht aber nicht nur unsere Zugverbindungen, bestellt Pizza und übersetzt jede Sprache in Echtzeit, sondern erstellt uns auch Bilder in KI und Excel- Tabellen, macht uns Rezeptvorschläge auf Grundlage eines Fotos unseres Kühl- schrankinhaltes und gibt uns die Kalorienanzahl der Sahnetorte an, die wir abfotografieren.


Damit Rabbit R1 diese Aufgaben ausführen kann, muss es in der Lage sein, Apps zu bedienen. Dazu bedient es sich laut Rabbit nicht eines sogenannten LLM- Modells wie ChatGPT, sondern eines Large Action Model (LAM), das in der Lage sein soll, die Nutzung von Apps oder Webseiten auf Grundlage der Verhaltensmuster von Menschen zu erlernen. Einfacher ausgedrückt: das LLM schaut sich einfach ab, wie ein Mensch die App bedient und macht es nach.


Die Idee: Die Nutzer sollen selbst in der Lage sein, ihren Rabbit zu trainieren und ihm weitere Aktivitäten beizubringen.


Neben noch zu klärenden Fragen im Bereich des Datenschutzes (hat Rabbit Zugang zu meinem Paypal-Account, um Zahlungsvorgänge ausführen zu können?) gibt es weitere offene Fragen zum Geschäftskonzept hinter Rabbit R1. Die Hardware kostet günstige 200,00 EUR, einmalig. Für den Betrieb des Rabbit R1 soll es darüber hinaus kein Abomodell geben.


Wovon bezahlt Rabbit dann aber die anfallenden Server- und Hostingkosten für die Verarbeitung der Anfragen? Und weshalb bauen sie aufwändig eine eigene Hardwarelösung mit Kamera und Spracheingabe, wenn sie ihre Lösung auch direkt auf jedes Smartphone bringen könnten?


Mehrere 10.000 Rabbit R1 wurden über Vorbestellungen bereits verkauft. Die Auslieferung soll im März beginnen. Wir sind gespannt, ob der Rabbit sein Versprechen einlösen kann und tatsächlich ein persönlicher Assistent für jedermann wird.


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